Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn: „68“ und das Ringen um menschenwürdige Arbeit

Buchvorstellung mit Wolfgang Hien 

Das Buch beinhaltet ein biographisches Interview mit dem früheren Gewerkschaftsaktivisten und heutigen Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien über 50 Jahre gewerkschaftliche, politische und wissenschaftliche Aktivität. Es ist eine Annäherung an das „andere 68“. In dem Buch diskutiert Wolfgang Hien (*1949) mit dem Historiker Peter Birke (*1965) über die Lehrlingsbewegung und politische Betriebsarbeit seit Mitte der 1960er Jahre. Das Buch zeigt, wie der Aufbruch von 68 bei Teilen der Lohnabhängigen neue Bedürfnisse erzeugte und der Mythos der Lohnarbeit um jeden Preis hinterfragt wurde. Der heute zu wenig beachtete Kampf um Gesundheit am Arbeitsplatz gehört dazu. Der Gesprächsband ist daher nicht nur eine Erinnerung an linke Geschichte, sondern auch ein sehr aktuelles Buch, denn arbeitsbedingte Krankheiten nehmen zu. Hiens letzter Satz im Gespräch:„Den Mächtigen müssen körperliche Unversehrtheit und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen abgerungen werden- von den arbeitenden Klassen selbst.“

 

Veranstalter: Teilhabe e.V. und FAU Berlin

Termin
Ort

FAU-Lokal

Grüntaler Str. 24
13357
Berlin